Gebrauchte Traktoren – Landmaschinen: was vor dem Kauf zu beachten ist

Bevor Sie einen gebrauchten Traktor kaufen, sollten Sie bei der Besichtigung der Maschine ganz genau hinschauen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie von Anfang an unbedingt achten sollten.

Kurzcheck gebrauchte Traktoren Agriaffaires

Traktoren oder andere Landmaschinen gebraucht zu kaufen ist heutzutage gang und gäbe. Das Angebot bei Händlern und im Internet ist nahezu unüberschaubar und zwischen vielen guten, seriösen Angeboten verstecken sich leider auch immer wieder schwarze Schafe.

Um nicht auf Betrüger oder qualitativ minderwertige Angebote hereinzufallen, sollte man schon bei der Besichtigung der Maschine ganz genau hinschauen. So kann man grobe technische Mängel oftmals direkt erkennen und einen Fehlkauf vermeiden.

Zwar kommt es bei Schleppern nicht auf die Ästhetik an, doch wenn man bei der ersten Besichtigung einen stark verschmutzten Traktor präsentiert bekommt, ist das oftmals schon ein schlechtes Zeichen. Denn dies weist nicht nur auf eine schlechte Pflege der Maschine hin, sondern die Staub- oder Schmutzschicht kann auch eventuell vorhandene Schäden verdecken.

Die Abnutzung der Reifen ist ebenfalls ein Hinweis auf den Zustand der Maschine. Achten Sie darauf, ob die Reifen gleichmäßig abgenutzt sind, da ein einseitiger Verschleiß auf eine falsch eingestellte oder selbst abgenutzte Vorderachse hindeuten kann. Sind die Reifen schon so abgefahren, dass bald neue angeschafft werden müssen, so sollte man dies bereits beim Kauf des Schleppers einplanen. Denn ansonsten droht eine unangenehme Überraschung: was man beim Kaufpreis des Treckers eingespart hat, wird man bald für den teuren Satz neuer Reifen ausgeben müssen…

Das Herzstück der Landmaschine, ihr Motor, sollte auch vor dem Kauf geprüft werden. Auch Laien können anhand von bestimmten Anzeichen grobe Mängel selbst feststellen. Dazu ist eine Probefahrt unumgänglich, denn nur bei warmgelaufenem Motor merkt man, ob etwas nicht stimmt. Merkwürdige Geräusche oder der Ausstoß von schwarzen Abgasen deuten auf einen Defekt hin, den man lieber von einem Fachmann untersuchen lassen sollte.

Die Funktionstüchtigkeit der Kupplung hingegen kann man ganz einfach selber testen. Treten Sie Kupplung und Bremse, legen Sie einen großen Gang ein und lassen Sie die Kupplung langsam kommen. Wenn der Motor davon nicht ausgeht, ist die Kupplung verschlissen.

Ob der Motor Öl verliert, kann man herausfinden, indem man den Ölstopfen abschraubt und nach Lecks sucht. Neben den Ölfiltern ist oft angegeben, in welchen Abständen das Öl gewechselt wurde. Je regelmäßiger dies geschehen ist, desto besser ist der Traktor gepflegt worden.

Im Inneren der Kabine sollte man sich durch Probesitzen vom Komfort des Sitzes überzeugen und die Klimaanlage daraufhin testen, ob der Kompressor gleich anspringt und sofort kühle Luft liefert. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, alle anderen Knöpfe und Bedienelemente im Rahmen des Möglichen auszuprobieren, da es vorkommt, dass Anschlüsse von Nagetieren angefressen wurden oder andere Defekte vorliegen.

Nicht vergessen: Wie beim Kauf eines gebrauchten PKW sollten Sie sich auch beim Erwerb von gebrauchter Landtechnik vom Verkäufer alle Dokumente und Rechnungen von Wartungen und Reparaturen an der Maschine vorlegen lassen. Nur so können Sie sicher sein, dass die Instandhaltung der Maschine ordnungsgemäß und von ihrem aktuellen Besitzer selber durchgeführt wurde.

Sollten all diese Tests zu Ihrer Zufriedenheit ausfallen, steht nur noch die Frage des Preises im Raum. Auch hier gilt: je besser Sie vorbereitet und informiert sind, desto fundierter können Sie den Preis aushandeln. Verschaffen Sie sich auf bekannten Gebrauchtmaschinenportalen wie www.agriaffaires.de einen Überblick über die aktuellen Verkaufspreise für die gebrauchte Maschine, die Sie interessiert. So können Sie einschätzen, ob der vom Verkäufer vorgeschlagene Preis realistisch oder unverschämt hoch oder verdächtig niedrig ist…

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